108 Sonnengrüsse Sivandana Yoga Ashtanga Yoga

108 Sonnengrüsse

108 Sonnengrüsse am Stück klingen auf den ersten Blick nach einer verrückten Idee.
Und gleichzeitig ist es eine der eindrücklichsten Erfahrungen, die ich mir selbst schenken kann.

Ich habe diese Praxis zweimal gemacht – und beide Male waren völlig unterschiedlich. Körperlich. Mental. Emotional.
Genau deshalb schreibe ich darüber: nicht, um zu beeindrucken, sondern um zu zeigen, was Wiederholung mit uns machen kann.

Warum überhaupt 108 Sonnengrüsse?

Die Zahl 108 taucht in vielen Traditionen auf.
Ob man dieser Zahl eine Bedeutung zuschreibt oder nicht, spielt keine grosse Rolle.

Wichtiger ist etwas anderes:
108 Sonnengrüsse sind ein Ritual.
Eine bewusste Reise durch Wiederholung, Anstrengung, Fokus – und irgendwann Loslassen.

Es ist weniger eine körperliche Herausforderung als eine mentale und innere.

Zweimal 108 – zweimal eine völlig andere Erfahrung

Ich dachte beim zweiten Mal, ich wüsste, was mich erwartet.
Aber der Körper ist nie derselbe.
Der Geist ist nie derselbe.
Und wir selbst sind es auch nicht.

1. Indien – Madurai, Sivananda Ashram

Eine intensive, fordernde Praxis.
35 Grad.
Der längere Sivananda‑Sonnengruss.
Ein klarer Rhythmus, eine strenge Struktur, eine Gruppe, die gemeinsam durchhält.

Es war ein Kampf – ein schöner, aber ein Kampf.

108 Sonnengrüsse Sivandana Yoga Ashtanga Yoga

2. Schweiz – dieses Jahr

Ein ganz anderer Fluss.
Der kürzere Ashtanga‑Sonnengruss, technisch präziser, aber insgesamt leichter.
Mehrere Menschen leiteten an, die Stimmen wechselten, kleine Pausen entstanden.

Es war weniger streng, dafür gemeinschaftlicher.
Ein Gefühl von getragen werden, von gemeinsamem Rhythmus.

Was diese Praxis in mir auslöst

Für mich fühlt sich Energie im Körper nicht wie eine Batterie an, die sich leert, sondern wie eine Welle.
Es gibt Momente der Kraft und Momente des Loslassens.
Beides gehört dazu.

Was für mich dabei entscheidend ist: die Gruppe.

Es geht nicht darum, die 108 zu schaffen.
Es geht nicht darum, nicht zu scheitern.
Es geht darum, gemeinsam etwas zu erleben, das man allein selten so spürt:

  • mentale Stärke
  • Präsenz
  • Verbindung
  • ein Gefühl von „wir tragen uns gegenseitig“

Yoga bedeutet Einheit – und in solchen Momenten wird das spürbar.

Ist das sinnvoll – oder sogar schädlich?

108 Sonnengrüsse sind intensiv:

  • körperlich
  • mental
  • emotional

Sie sind nicht für jeden – und sie müssen es auch nicht sein.

Schädlich werden sie nur dann, wenn man über die eigenen Grenzen geht, ohne sie wahrzunehmen.

Es ist kein Wettkampf.
Kein Leistungsnachweis.
Nur ein Angebot.

Was du für dich mitnehmen kannst

Du musst keine 108 Sonnengrüsse machen, um etwas zu spüren.
Aber du kannst neugierig bleiben:

  • Was passiert, wenn ich mich auf Wiederholung einlasse?
  • Was passiert, wenn mein Atem der Taktgeber wird?
  • Was passiert, wenn ich nicht nachdenke, sondern einfach tue?

Wiederholung schafft Klarheit.
Sie zeigt uns, wie wir reagieren, wenn es anstrengend wird – und wie wir uns selbst führen können.

Was bleibt

Für mich bleibt ein Gefühl von Klarheit.
Von „Ich kann mehr, als ich denke“.
Von „Ich darf weich sein und gleichzeitig stark“.
Und von Dankbarkeit für eine Praxis, die mich immer wieder überrascht.

Vielleicht probierst du es irgendwann aus.
Vielleicht auch nicht.
Beides ist vollkommen richtig.

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