Savasana – Die Kunst, wirklich loszulassen

Wenn man Yoga praktiziert, denkt man oft an kraftvolle Asanas, fliessende Bewegungen und bewusste Atmung. Doch am Ende jeder Yogastunde wartet eine Haltung, die scheinbar nichts tut – und gerade darin liegt ihre Kraft: Savasana, die sogenannte Totenstellung.

Was aussieht wie einfaches Liegen auf dem Rücken, ist in Wahrheit eine der anspruchsvollsten Übungen im Yoga. Warum? Weil sie uns auffordert, alles loszulassen – körperlich, geistig und sogar spirituell.

🌿 Körperliche Entspannung: Der stille Reset

In Savasana darf der Körper endlich loslassen. Muskeln entspannen sich, das Nervensystem schaltet in den Regenerationsmodus. Laut dem Sivananda Yogalehrer Handbuch ist dies der Moment, in dem Müdigkeit weicht und Heilung beginnt. Die Haltung wirkt wie ein innerer Reset – vorausgesetzt, sie wird korrekt ausgeführt. Das bedeutet: keine unbewusste Muskelspannung, keine Ablenkung, kein Verharren im Denken.

🧠 Geistige Entspannung: Gedanken dürfen gehen

Leslie Kaminoff beschreibt in Yoga Anatomie, wie Savasana den Geist zur Ruhe bringt. Es ist nicht das Ziel, an nichts zu denken – sondern Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne ihnen zu folgen. Diese Haltung ist eine Einladung zur Achtsamkeit: präsent sein, ohne zu reagieren. Wer regelmässig praktiziert, spürt, wie sich Konzentration und innere Klarheit verbessern.

✨ Spirituelle Entspannung: Rückkehr zur Quelle

In vielen Traditionen wird Savasana als „Rückkehr zur Quelle“ bezeichnet. Es ist der Moment, in dem wir uns selbst begegnen – jenseits von Rollen, Gedanken und Erwartungen. Die Haltung öffnet einen Raum für Stille, für Selbstwahrnehmung und für das, was im Yoga als Sat-Chit-Ānanda beschrieben wird: Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.

💬 Fazit: Savasana ist kein Ausklang – es ist der Höhepunkt

Wer Savasana als blosses Ausruhen am Ende der Stunde versteht, verpasst ihre Tiefe. Sie ist keine Pause, sondern eine Praxis. Eine Einladung, sich selbst zu begegnen – ehrlich, still und regenerierend. Und vielleicht ist sie gerade deshalb so herausfordernd: weil sie uns nichts abverlangt ausser Hingabe.

Quellen:
Sivananda Yogalehrer Handbuch
Yoga Anatomie von Leslie Kaminoff

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