Ujjayi, auch bekannt als „Siegreicher Atem“, ist eine bedeutende Atemtechnik im Yoga. Sie wird oft im Pranayama und in der Asanapraxis eingesetzt, um den Geist zu beruhigen, die Lebensenergie (Prana) zu lenken und die Konzentration zu fördern. Diese Anleitung erklärt die Technik in klaren Schritten und bietet hilfreiche Tipps für die korrekte Ausführung.
Vorteile & Vorbereitung von Ujjayi
- Beruhigung des Geistes: Fördert mentale Ruhe und Konzentration.
- Energetische Balance: Aktiviert und lenkt die Lebensenergie im Körper.
- Verbesserung der Atmung: Fördert eine tiefere und gleichmässigere Atmung.
- Förderung der Entgiftung: Unterstützt die Reinigung des Körpers durch verstärkte Sauerstoffzufuhr.
- Erhöhung der Körperwärme: Besonders hilfreich in kalten Räumen oder zu Beginn einer Praxis.
Bevor du mit Ujjayi (Siegreicher Atem) beginnst, setze dich in eine bequeme, aufrechte Sitzhaltung. Der Rücken sollte gerade sein, die Schultern entspannt und die Hände können auf den Knien ruhen. Schaffe eine ruhige Umgebung, um die Aufmerksamkeit voll auf die Atmung zu richten.

Die Technik
- Einstimmen: Schliesse die Augen und beginne mit einer natürlichen, gleichmässigen Atmung durch die Nase. Entspanne den Körper vollständig.
- Kehlverschluss erzeugen: Verenge sanft die Stimmritze im hinteren Teil des Halses, ähnlich wie beim sanften Hauch auf einen Spiegel. Dies erzeugt einen sanften, rauschenden Klang beim Atmen.
- Einatmen: Atme tief und gleichmässig durch die Nase ein, während der verengte Kehlbereich den charakteristischen Ujjayi-Klang erzeugt. Spüre, wie der Atem durch die Kehle strömt.
- Ausatmen: Lasse den Atem langsam und kontrolliert durch die Nase ausströmen. Behalte dabei die gleiche Verengung der Stimmritze bei, sodass der Klang konstant bleibt.
- Gleichmässigkeit: Halte Ein- und Ausatmung gleich lang, zähle z.B. auf 4 beim Einatmen und 4 beim Ausatmen. Dies fördert die Balance und beruhigt den Geist.
- Verlängerung der Atmung: Sobald du dich wohl fühlst, kannst du die Atemdauer schrittweise verlängern, z.B. auf 6 oder 8 Zählzeiten. Achte dabei stets auf einen ruhigen und angenehmen Atemfluss.
Häufige Fehler und Korrekturen
- Verspannung im Hals: Der Kehlverschluss sollte sanft sein. Vermeide ein Gefühl der Anspannung oder des Würgens.
- Unregelmässige Atmung: Übe zunächst mit kürzeren Atemzügen und steigere dich langsam, um den Rhythmus gleichmässig zu halten.
- Zu lauter Klang: Der Atem sollte hörbar, aber nicht aufdringlich oder störend sein. Strebe nach einem sanften, beruhigenden Ton.
Praktische Hinweise
- Dauer der Übung: Beginne mit 5–10 Minuten pro Sitzung und erhöhe die Dauer nach Bedarf.
- Beste Zeiten: Morgens zur Aktivierung oder abends zur Beruhigung und Entspannung.
- Integration in die Praxis: Ujjayi kann sowohl in stiller Meditation als auch während Asanas angewendet werden, insbesondere in dynamischen Stilen wie Vinyasa Yoga.
- Körperliche Kontraindikationen: Vermeide Ujjayi bei Erkältungen, Halsschmerzen oder starkem Asthma. Bei Unsicherheiten konsultiere einen Arzt oder Yogalehrer.
Fazit
Ujjayi ist eine kraftvolle Atemtechnik, die sowohl den Geist beruhigt als auch die Lebensenergie aktiviert. Mit regelmässiger Übung kannst du deine Konzentration vertiefen, Stress abbauen und deine Yogapraxis auf ein neues Niveau heben. Achte stets auf eine sanfte Ausführung und passe die Technik an deine individuellen Bedürfnisse an.
Starte noch heute mit dieser einfachen, aber wirkungsvollen Methode und erlebe die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist!
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